Großfahrtentagebuch der Merowinger 2009

Vorwort



wohin? - Frankreich
wann? - Sommer 2009
wer? - Flo + Gruppe



Vorwort


Liebe Nordlichter und Freunde Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass die Horte Merowinger auf Großfahrt war und wie immer war es super. Aber dieses Mal haben wir uns entschieden bei Fahrtissimo mitzumachen und darum habe wir diesen Fahrtenbericht gemacht. Wir hoffen, er wird euch gefallen.
Unser Hortenleiter Flo hatte die Idee nach Frankreich zu fahren, und zwar ins Elsaß. Die Fahrt dauerte 10 Tage, vom 5.8.09 bis zum 15.8.09. Wir starteten in Bad Bergzabern, an der französischen Grenze, unser Ziel war Kehl, welches wir am 10. Tag unserer Reise erreichen wollten. Ich bin kein Mann von langen Reden, also ab ins Abenteuer!


Unsere Horte

Hi, wir sind die Merowinger! Uns gibt es jetzt schon seit dreieinhalb Jahren (24.03.06) und wir bestehen aus Bjarne, Felix, Lasse, Max, Nico, Niklas, Paul und dem Gruppenleiter Flo.Unser Gruppenleben war ziemlich turbulent in den letzten Jahren, Flo war zwischendurch ein Jahr im Ausland und Thore hat in der Zeit die Gruppenleitung übernommen, unser Heim wird wohl Ende dieses Jahres abgerissen und außerdem wohnt Flo jetzt in Dresden,
weil er da studiert, aber trotzdem gibt es uns immernoch! Mittlerweile waren wir schon in Irland, in Schweden und dieses Jahr im Elsass und sind eigentlich auf jedem Lager mit dabei, um es den Pfeilpfeifen mal wieder zu zeigen!

Tagebuch


Um 9Uhr ging es am Bahnhof Blankenese los. Zuerst fuhren wir mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Da bekamen wir einen großen Schreck, als wir fast unseren Anschluss verpassten. Die Fahrt war angenehm aber lang. Als wir in Bad Bergzabern angekommen waren, wurden wir erstmal durch die Unfreundlichkeit der Menschen überrascht, die uns kein Wasser geben wollten.
Erst am fünften Haus hatten wir Glück und bekamen unser Wasser. Nach einer halben Stunde wandern, fanden wir ein Feld mit Pfirsichen, Äpfeln, Pflaumen, Weintrauben, Johannisbeeren und Birnen, mmmh, das war lecker! Gut gesättigt zogen wir weiter. Am späten Nachmittag fanden wir dann auch einen schönen Lagerplatz mit Nudeln und Tomatensauce. Der erste Tag gipfelte in einer Nacht unter sternenklarem Himmel. Am nächsten Morgen sind wir sehr früh los, weil Flo ca. zwanzig Meter entfernt von unserem Zelt ein Wildschwein gehört hat. Nachdem Flo Wasser geholt und wir uns gewaschen hatten, ging es weiter. Schon nach einem kleinen Fußmarsch erreichten wir das erste Tagesziel: das deutsche Weintor und dahinter die französische Grenze.


Mittlerweile haben wir es bis zum Fluss des Zorns geschafft. Dies war sehr schwer , denn wir mussten uns durch einen Brennnesselwald kämpfen. Nach vielen Verbrennungen und viel Mühe, beschlossen wir ab sofort Luftlinie zu laufen. Erschöpft sitzen wir am Ufer und verarzten unsre Wunden, die wir uns in den letzten sechs Tagen geholt haben:



Auf der Grenze machten wir uns einen Spaß daraus innerhalb von Sekunden von Deutschland nach Frankreich zu wechseln und zurück. Als wir endgültig in Frankreich waren, gingen wir in den ersten "Supermarché" um unser Abendbrot zu kaufen. Nach einem sixpack Cola und 16 Croissants zum Mittagessen ging es weiter in die Berge.
Als wir einem irren Trampelpfad folgten und einige von uns schon nach einer Pause bettelten, wurde Flo knallhart und scheuchte uns weiter. Nach einiger Zeit merkten wir, dass wir den falschen Weg genommen hatten. Nun überlegten wir, ob wir den 90° Abstieg nehmen, oder einfach wieder zurücklaufen sollten. Natürlich entschieden wir uns für den 90° Abstieg ...............................nicht! Als wir ein kleines Stück zurückgegangen waren, waren wir wieder, oh Wunder, auf dem rechten Weg. Jetzt machten wir erst mal eine derbe, fette Pause von 4 Stunden.

Wir angelten Forellen und suchten einen Kilometer entfernt einen Platz zum Scheißen. Auch hier konnten wir in wenigen Minuten über die Grenze gehen und so konnten Lasse und Nico nämlich auf deutsch mal eben nach Wasser fragen. Auf dem Weg fingen sie eine Eidechse , die ihren Schwanz verloren hatte (eindeutig/ zweideutig). Nach dem harten Chillen mussten wir natürlich weiter gehen und gelangten in die "richtigen" Berge und etwas später nach Climbach, wo Felix und Flo Wasser holten und eine Tüte Mirabellen geschenkt bekamen. Um uns jetzt so richtig zu ärgern, erzählte uns Flo einen blöden Witz, dass das Wasser hier im Umkreis von 10 km verseucht sei und wir deshalb bis nach Lembach weiterziehen müssten. Das hätten wir nie geschafft! Netterweise löste Flo den Witz bald auf und wir konnten zu dem krassen Zeltplatz gehen, den uns die Frau aus Climbach empfohlen hatte.

Schüsch war der geil (Punkt!). Mist, das war mein erster Punkt, aber ich glaube, ich werde in diesem Buch noch weitere Punkte sammeln. Übrigens, Punkte bekommen wir für ( ich sage das jetzt ganz leise, sonst bekomme ich von Flo noch einen (Punkt) : schüsch, hey Leude, Huarn, drinne, Alder.

Der Camping-Platz hatte alles, was man brauchte: Eine Quelle, Wald und jede Menge Platz für Feuer. Nachdem wir die Kote aufgebaut und eingerichtet hatten, ging es sofort an die Zubereitung des Essens. Es wurde Feuerholz geholt und mit tränenden Augen Zwiebeln geschnitten. Nach der leckeren Schweineschulter mit Reis waren alle richtig satt und hauten sich teilweise schon aufs Ohr. Die anderen kamen Flo's Idee nach, einen Poncho mit zwei Meter hohem getrocknetem Raps voll zu verbrennen. Leider haben wir erst später von einem Autofahrer erfahren, dass Feuermachen wegen der extremen Trockenheit nur hundert Meter entfernt vom Wald erlaubt gewesen wäre. Die Löschflugzeuge waren aber witzig anzusehen, Scherz !

Am nächsten Morgen standen wir alle in Ruhe auf und räumten alles auf. Tags zuvor hatten wir beschlossen in einer Boulangerie den Tag mit Croissants und Baguettes einzuweihen. Nach einiger Zeit auf Wanderung, kamen wir an einem Fluss vorbei, wo wir eine Granate entdeckten, die uns aber nicht weiter interessierte. Also halfen wir Flo lieber das Ägypten- Geländespiel für das Herbstlager auszudenken. Nach der Pause durchquerten wir eine Stadt, in der es angeblich nie versiegende Quellen geben sollte, laut Hinweisschild.

Nachdem Paul Bjarne wegen seiner starken Fußschmerzen sein Kotenmat abgenommen hatte, erreichten wir nach kurzer Zeit das Bunkermuseum. Natürlich mussten wir auf dem Panzer alle einmal fürs Foto posieren und konnten dann bei einer Führung durch den Bunker mitmachen. Da der Bunker 450 Meter lang war und man sich leicht verirren konnte, blieben wir alle bei unserem Führer.


Wir sahen Schlafräume, OP`S , Zahnarztbehandlungszimmer, Technikräume, Küchen und noch viel mehr. Alles war wirklich nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Eindrucksvoll war auch der Geschützturm, der wir in halber Aktion gesehen haben. Als wir endlich aus dem kühlen Bunker rauskamen, schlug uns eine Hitzewelle entgegen. Nico, Felix und Lasse angelten sich noch Patronen aus einem Graben vor dem Bunker und schon ging es weiter einen Schlafplatz suchen. Schon nach kurzer Suche fanden wir einen schönen Platz. Während Nico seinen Gleichgewichtssinn bewies und mit acht Litern Wasser über einen Fluss auf einem Baumstamm balancierte, machten Paul und Lasse Bratkartoffeln mit Rührei, Speck und Zwiebeln ("da muss noch … furz… rein"). Endlich, nachdem wir gegessen und das Zelt aufgebaut hatten, konnten wir schlafen.

Der vierte Tag begann mit einem Fußmarsch, nach Reichshoffen der etwa vier Stunde dauerte. Dort suchten wir sofort den Supermarkt auf. Als wir eingekauft hatten und alle mal auf Klo waren, bekamen wir noch Ärger: Wir hatten Lust auf Fisch und angelten an einer Stelle, wo wir es nicht durften. Weil wir außerdem sehr starke Körpergerüche verbreiteten, verwechselten wir aus Versehen eine Carwash -Anlage mit einer Merowash-Anlage und spritzten uns gegenseitig mit dem Hochdruckreiniger ab. Nachdem wir auch noch den Wachsgang mit dem Wassergang verwechselt hatten und alle wieder sauber waren, gingen wir zu einem Stausee. Dort suchten Paul und Bjarne einen geeigneten Zeltplatz. Als sie zurück gekommen waren, sagten sie Flo wo der Platz war und brachten schon mal die ersten Rucksäcke dort hin. In der Zwischenzeit hatten Felix und Lasse schon ihr Angeln gezückt. Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten, riefen wir sie zum kochen zurück. Paul kochte noch einen leckeren Milchreis. Als wir alle gegessen hatten gingen wir schlafen, außer ein Paar von uns, die wollten lieber noch eine Nachtwanderung machen. Als die Nachtwanderer zurück kamen, hörten sie seltsame Stimmen: "Und, und, und ist das auch noch meins, ich brauch' einen Stein für mein Messer". Bald stellte sich aber heraus, dass es Paul und Bjarne waren, die im Schlafgeredet haben. Als alle eingeschlafen waren, war es wieder ruhig

Am nächsten Tag war Bergfest. Das Wetter war perfekt und wir hofften, dass es auch so bleiben würde. Weil wir schon wieder schmutzig waren, gingen wir an einen schönen Bach. Dort wuschen wir uns erst mal richtig, danach stiegen wir in "Den Brunnen der Tausend Kinder", wobei er eigentlich "Der Brunnen der Tausend Kälte" heißen sollte, denn wir erstarrten alle, als wir ins kühle Nass stiegen. Lasse und Nico konnten es mal wieder nicht lassen und angelten. Paul und Flo schnitzten einen Stock, der später als Hühnchenspieß dienen sollte. Diesmal holte Bjarne Wasser, wir gingen wieder zum Lager zurück und begannen mit den Vorbereitungen für das Festessen. Als es langsam dunkel wurde und das Feuer an war, fingen wir an zu kochen. Es gab:

Das Essen war so reichhaltig und lecker, dass wir nur noch eine ältere Frau stören konnten, die "Tatort" guckte, um Trinkwasser zu bekommen und danach ins Bett zu fallen.

Am nächsten Morgen regnete es, das fanden wir alle nicht so gut. Trotzdem bauten wir schnell die Kote ab und packten unsre Sachen. Und schon ging es wieder los. Am Tiefpunkt unserer Kondition fanden wir nachmittags zufällig eine Wiese mit Pflaumen-, Mirabellen- und Walnussbäumen und langsam entwickelte sich eine höchst belebende und unerbittliche Fruchtschlacht im anliegenden Maisfeld, während der Bjarne zum bereits dritten Mal sein heißgeliebtes Messer verlor. Aber glücklicherweise war es bloß in Flos Rucksackrücken hineingerutscht. Als wir am Abend in Bitschoffen ankamen, hatten wir das Glück, dass uns ein Bauer seine Scheune als Schlafplatz anbot. Wenige Minuten später fing es heftig an zu regnen. Doch der Regen ließ bald wieder nach und wir konnten Wasser holen und unser Lager auf dem Anhänger in der Scheune einrichten. Nach einem leckeren "Reis mit Scheiß" sahen wir uns noch ein paar gruselige Vogelscheuchen an und fürchteten uns ............................überhaupt nicht. Klappe zu, Affe tot, alle schlafen!

Der nächsten Morgen begann mit einer Wäsche an der Regentonne. Heute sollte es nach Pfaffenhoffen gehen. Unterwegs wurde gefrühstückt und in Pfaffenhoffen angekommen stürmten wir gleich wieder den Supermarché. Nico und Felix angelten solange an einer Brücke. Als der Rest dort ankam, wurden wir wieder von der Polizei ermahnt, dass das Angeln hier nicht erlaubt sei. Doch das störte uns nicht und wir aßen unser leckeres Eis und gingen weiter zum Fluss des Zorns.

Ja, so waren die letzten Tage ! Übrigens : Ich habe noch ganze 6 Punkte für "Leude" gekriegt und fünfmal den Topf abgewaschen, also verbleiben noch 2 Punkte. Na ja, erzähl ich mal weiter:

Als wir das Zelt aufgebaut und Milchreis gegessen hatten, ging es schlafen. Am nächsten Morgen sind wir alle sofort ins Wasser gesprungen. Wir haben eine Schlammrutsche gebaut und eine Schlammschlacht gemacht. Währenddessen köchelte unsre selbstgemachte Marmelade aus Mirabellen und Äpfeln so vor sich hin, die wir zuvor aufs Feuer gestellt hatten. Nach dem Baden trockneten wir uns ab und aßen Marmeladenbrot, Mann war das lecker! Als wir aufgegessen hatten, ging es weiter in Richtung Straßburg. Nach einiger Zeit kamen wir an einem Maisfeld vorbei. Dort machten wir uns einen Spaß daraus aus vertrockneten Teilen des Maises uns Bärte zu machen. Gott , sahen wir lustig aus! Nachdem Flo uns wiederbeleben musste, weil wir uns totgelacht hatten, ging es weiter zum nächsten Supermarkt. Dort gab es für alle ein leckeres Eis. Kurz vor Straßburg fragten wir einen Mann nach dem Weg. Der angeblich nette Mann wurde aber, als wir ihn fragten, sehr unhöflich und beschrieb uns einen Platz zum Zelten, der sich direkt neben einem Affen- gehege befand. Als wir unsere Sachen dort abgelegt hatten, gingen wir ins Dorf. Dort angekommen suchten wir erst mal eine Bäckerei, doch wir fanden keine. Nach längerem Nachfragen bekamen wir mit, dass die Bäckerei wegen Ferien geschlossen hatte. Darum besuchten wir die nächste Kirche, die wir fanden. Dort schauten wir uns noch einen schönen Friedhof an, wo es Gräber aus dem 14. Jahrhundert gab. Das war sehr interessant. Nachdem wir in einem Maisfeld eine riesen- große Maisschlacht gemacht hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Straßburg. Dort angekommen gingen wir erst mal nach Mc Donalds, wo wir alle einen Burger aßen. Danach musste Felix in einen Schmuckladen für Mädchen, um einen Punkt los zu werden (er sah echt herrlich aus mit den ganzen Ketten und Ringen!). Auf dem Rückweg rochen Felix und Lasse noch zwei Minuten an Flos Schuhen und bekamen dafür noch einen Punkt abgezogen.

Jetzt bin ich der letzte der noch einen Punkt hat. Gott sei Dank, habe ich mich heute schon fürs Topfabwaschen gemeldet. Als wir wieder am Zeltplatz ankamen, fing es heftig an zu regnen. Lasse und Paul holten schnell noch Wasser und dann wurde die Kote aufgebaut. Nachdem wir fertig waren, gingen wir ins Bett, außer Nico und Flo, die noch eine schöne warme Suppe machten. Voller Freude darüber, goss sich Paul die warme Suppe über seinen Schlafsack - wahrscheinlich wollte er sich mal so richtig aufwärmen - auf jeden Fall schliefen dann alle zufrieden ein.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Wir bauten das Zelt ab und gingen in Richtung Bushaltestelle. Als wir gerade los gehen wollten zur nächsten Bushalteställe, weil der Bus nicht kam, düste ein großer PKW an uns vorbei. Der Bus war da! Nach einer längeren Busfahrt erreichten wir Straßburg. Dort machten wir uns erst mal auf den Weg zum Hauptbahnhof. Biib Biib Biiiiiiiiiib Sie haben geradeeben die 2.013 Wordgrenze passiert, wer aber weiter lesen will, der darf. Wir, die Horte Merowinger, übernehmen aber keine Haftung. Für Risiken und Nebenwirkungen lesen sie die Tagebuchbeilage und fragen sie ihren Arzt oder Apotheker. Am Bahnhof angekommen schlossen wir unsere Rucksäcke ein und sahen uns schnell noch die große Eingangshalle an, die ganz aus Glas war. Das Wetter war schön und darum beschlossen wir, einen kleinen Stadtbummel zu machen. Wir sahen uns Kirchen und Läden an. Als wir aber am Straßburger Münster ankamen klappte uns der Mund auf : Es war gigantisch! Am meisten beeindruckte uns aber die Uhr, die innerhalb des Münsters zu sehen war. Die Uhr war so hoch, dass sie bis zur Decke reichte, sie konnte sogar die Stellungen der Planeten anzeigen und die Sternzeichen. Für jede Stunde gab es sogar eine besondere Figur, die jeweils erschien. Immer noch hungrig nach Sehens-würdigkeiten gingen wir in Richtung Europaparlament. Auf dem Weg dorthin aßen wir noch schnell bei einer Bäckerei zu Mittag und kamen dann nach einem mittellangen Fußmarsch an! Wir hatten unser Ziel erreicht, vor uns erhob sich in den Himmel der riesige Bau des Europaparlaments. Nach dem obligaten Foto, hatten wir endlich Zeit zum Dösen in der Sonne , oder zum Planschen im nächsten Flüsschen. Das nächste Ziel war wieder der Hauptbahnhof, um unser Gepäck für die Nacht zu holen. Erst war aber die Suche nach einem nicht zu teuren Restaurant für unser Endessen dran. Dies fanden wir in einer kleinen Gasse, ca. 1 km vom Hauptbahnhof entfernt, mit typischen französischen Gerichten im Angebot. Wir wurden dort sehr nett behandelt und bekamen sogar ein extra Getränk, weil wir auf unser Essen länger warten mussten. Als dann das Essen endlich kam, stürzten wir uns mit Heißhunger darauf. Ich für meinen Teil aß: zur Vorspeise einen Salat mit Entenleberpastete und Frischkäse im Teigmantel, zum Hauptgericht gab es …. Und als Dessert gab es ein gemischtes Eis, welches vom Koch persönlich frisch zubereitet wurde.

Gut gesättigt und hochzufrieden fuhren wir mit der Straßenbahn wieder zum Europaparlament und legten uns dort auf dem Deck eines nahegelegenen Parkhauses schlafen. Was für eine schöne Aussicht! Am nächsten Morgen hörten wir irgendwelche Stimmen, die auf französisch redeten, aber dann mit Flo deutsch sprachen. Es stellte sich heraus, dass wir auf dem Parkplatz des Europaparlaments geschlafen hatten, wo sonst Angela Merkel oder andere Politiker ihre Dienstwagen parkten. Schnell verließen wir das Parkhaus und steuerten auf die nächste Boulangerie für das Frühstück zu. So gestärkt ging es zu Fuß Richtung Kehl, östlich des Rheins. Als wir die ersten deutschen Straßen-Schilder sahen, wussten wir: Wir waren wieder in Deutschland, das bedeutete, dass wir uns wieder an pappige, eklige Croissants und Baguettes gewöhnen mussten, stöhn! Doch das Schicksal nahm weiter seinen Lauf, der Zug nach Hamburg wartete schon am Bahnhof in Kehl und wir stiegen ein. Auf der Fahrt berieten wir uns über das Ägypten-Geländespiel für die Herbstfahrt und so verstrich die Zeit schnell bis Hamburg. Als wir in Rissen ankamen empfingen uns unsere Eltern. Und wir fuhren wieder nach Hause. Das Abenteuer war geglückt!